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Infrarotheizungen im Vergleich mit einer Gasheizung - wie sieht es mit den Heizkosten und CO2 - Emissionen aus?

Unsere Behauptung: Infrarotheizungen sind sowohl wirtschaftlich als auch für die CO2-Bilanz eine oft bessere Alternative als Erdgas- oder Ölheizungen.

Mit 68,8 Prozent hat die Raumwärme den mit Abstand höchsten Anteil am Energieverbrauch in privaten Haushalten.

Im Anbetracht der steigenden Preise für Erdgas und Öl, die nach wie vor die Hauptenergieträger für Heizungen in Osterreich und Deutschland sind, investieren momentan viele Vermieter und Eigenheimbesitzer in moderne, umweltfreundlichere Heizanlagen.

Die Wahl fällt hierbei aufgrund den vergleichsweise niedrigen Anschaffungskosten, ihrer langen Lebensdauer und der nur bei Bedarf anfallenden Heizkosten immer öfter auf Infrarotheizungen.

Ob die Versprechen der Infrarotheizung tatsächlich der Wahrheit entsprechen, hat die Technische Universität Kaiserslautern (TUK) untersucht. Die Studie vergleicht dabei anhand einer Energieverbrauchs-Vergleichsmessung eine Infrarotstrahlungsheizung und eine Gasheizung in einer privaten Wohnung.

Die Wissenschaftler um Dr.-Ing. Peter Kosack haben dazu den Gasverbrauch erfasst und mit dem Faktor des örtlichen Versorgers in Energie umgerechnet. Vom Verbrauch herausgerechnet wurde, Warmwasser zum Duschen und Baden, für das die Wissenschaftler einen Pauschalwert von 400 kWh pro Person für den 5,5 Monate andauernden Messzeitraum ansetzen.

Sie kamen so auf einen korrigierten Gesamtenergieverbrauch von 33542 kWh durch die Gasheizung. Der Gesamtenergieverbrauch der Infrarotheizung während des Studienzeitraums lag bei 7306 kWh. Bezogen auf die beheizte Wohnfläche entspricht dies einem Energieverbrauch von 71,21 kWh/m² bei der Infrarotheizung und 208,73 kWh/m² bei der Gasheizung. Die Infrarotheizung brauchte in diesem Fall also nur 34,1 Prozent der Energie der Gasheizung.

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen in der Stromerzeugung lagen im Studienzeitraum bei 541 g/kWh. Bei der Gasheizung wurde mit einem Standard-Brennwert von 249 g/kWh Es ergaben sich daraus CO2-Emissionen in Höhe von 38,52 kg/m² pro Jahr bei der Infrarotheizung und 46,77 kg/m² bei der Gasheizung.

Der zunehmende Ausbau der erneuerbaren Energie sorgt dafür, dass in diesem Punkt Infrarotheizungen ihren Vorsprung weiter ausbauen werden.

Zur Berechnung der Gaskosten nutzten die Wissenschaftler die Standardtarife der vier großen Energieversorgen EnBW, EON, RWE und Vattenfall. Die Stromkosten wurden anhand der Tarife von EnBW, EON, RWE und Vattenfall sowie der Ökostromanbieter Lichtblick, EWS, Greenpeace Energie und Naturstrom ermittelt.

Sie kamen so auf einen Preis von etwa 20 Cent/kWh Strom und 5,5 Cent/kWh Gas. Mittlerweile hat sich die Situation nach oben verändert - mittlerweile kletterte der Gaspreis in Deutschland auf 11,8 Cent/kWh und der Strompreis liegt bei 36,19 Cent.

Die Rechnung geht auf - die laufenden Verbrauchskosten der Infrarotheizung liegen in diesem Fall unter dem der Gasheizung.

Hier findest du die ganze Untersuchung zum nachlesen:

Die Wissenschaftler der TUK konstatieren daher, dass „eine Infrarotheizung eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen darstellt.“

Wir heizen zu einem Großteil mit russischem Gas. Dadurch sind wir abhängig, erpressbar und finanzieren indirekt den russischen Angriffskrieg mit. Es ist Zeit, dem aktiv entgegenzutreten, sich unabhängig zu machen und so die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Infrarotheizungen punkten mit einer guten CO2 - Bilanz und sind in Verbindung mit grünem Strom und /oder einer Photovoltaikanlage eine absolut nachhaltige Heizmethode mit einem geringeren Verbrauch an Energie und lang anhaltender Wärme.